In meinem Studium gab es ein Standardwerk für die Programmierung mit C von den Autoren Kernighan und Ritchie. Darin gab es ein Kapitel mit „absurden“ Definitionen: Zeiger auf Zeiger auf eine Funktion, die einen Zeiger auf ein Array zurückliefert – oder so ähnlich. Und wenn ich den Code von manchen Jungprogrammieren sehe, muss ich immer mal wieder daran denken.

Da wird der Code oft möglichst kurz und unlesbar gehalten – weil es so optimaler ist. Doch dafür sorgt in den meisten Fällen der Compiler. Ich programmiere eher unter dem Motto, nicht alles zu verwenden, nur weil es möglich ist. Lieber mal eine Klammerung oder Abfrage „zu viel“ – wichtig ist es, dass man auch später den Code noch verstehen kann.

Natürlich kann ich mich auch nicht davon freisprechen, hin und wieder Dinge zu machen, die gelinde ausgedrückt blöd sind. So ist mir bei einem Kundenprojekt jetzt auch eine hartkodierte Abfrage und Änderung auf die Füße gefallen. Für den einen Funktionstest wurde immer die Seriennummer geändert und eine neue Funktion in der Software kam nicht zum Tragen. Damals, als ich das so programmiert habe ging es sicher schneller aber Monate später hatte ich mehrere Stunden damit zu tun den Fehler zu finden. Man merke sich also: Lieber gleich etwas mehr Zeit investieren und es richtig machen, als schnell etwas hartkodiert umzusetzen und: Für die Codeoptimierung sorgt der Compiler, der Mensch muss den Code später noch verstehen können.