Um es kurz zu machen: gar nichts, denn es handelt sich um eine Betrugsmasche. Doch von Anfang an. Heute Morgen klingelte das Telefon. Das Display zeigt einen Anruf aus Spanien an. Ich nehme ab und höre die typische Hintergrund-Geräusch-Kulisse eines Callcenters.

Eigentlich will ich schon auflegen, aber es wird interessant. Ein schlecht zu verstehender Mann spricht mich auf Englisch an. Er sei vom Microsoft-Support und man habe in den vergangenen Tagen vermehrt Fehlermeldungen von meinem Rechner bekommen.

 

Ich höre mir das einen Moment an, unterbreche ihn dann und sage ihm, dass ich mehrere Rechner im Einsatz habe und er mir zur Identifizierung des Gerätes die MAC-Adresse nennen soll. Das scheint ein Trigger gewesen zu sein und er legt auf, weil er merkt, dass er bei mir mit seiner Betrugsmasche nicht weiterkommt.

Um es mal deutlich zu machen: Microsoft führt keine unaufgeforderten Telefonanrufe durch, auch die Antworten auf gestellte Supportanfragen erhält man beinahe ausschließlich per Mail. Weiter Informationen zu dieser Abzocke gibt es auch auf der Internetseite der Verbraucherzentrale: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/vertraege-reklamation/abzocke/warnung-abzocke-durch-angebliche-microsoftmitarbeiter-24641

Bei einem solchen Anruf also am besten einfach auflegen und den Rechner unbesorgt weiternutzen.

Hintergrund: Die MAC-Adresse (Media Access Control) ist eine Nummer (meistens in Hexadezimaler Schreibweise), die jedem Netzwerkadapter zugewiesen wird. Sie ist immer eindeutig und identifiziert das Bauteil, mit dem der Rechner ins Netzwerk geht.

Bei Windows kann man beispielsweise in einer Konsole (Windows + R-Taste) den Befehl getmac eingeben und die Eingabetaste drücken. Dann wird einem die MAC-Adresse des Computers angezeigt.  Mit dem Kommando nslookup ohne Parameter wird übrigens der Name des Routers und dessen MAC-Adresse angezeigt.